Der Große Feldberg ist mit rund 879 Metern die höchste Erhebung des Taunus und zugleich der höchste Punkt des gesamten Rheinischen Schiefergebirges. Vom Plateau aus reicht der Blick weit über das Rhein-Main-Gebiet. Markant ist der Funkturm: Der Fernmeldeturm auf dem Gipfel gehört zu den ältesten Fernsehtürmen Deutschlands, der Bau der Sendeanlage begann bereits im Oktober 1937. Im März 1945 wurde der Turm durch Bombenangriffe schwer beschädigt und ab 1950 wieder aufgebaut. Auf dem Plateau finden sich neben der Sendeanlage ein Aussichtsturm, die Greifvogelstation Falkenhof, eine Bergwacht-Station, ein Spielplatz, ein Gasthaus sowie zwei Kioske. Genau diese Mischung aus Aussicht, Einkehr und kurviger Auffahrt macht den Feldberg zum klassischen Biker-Treff der Region. Wichtig zu wissen: Das Motorrad-Parken am Feldberghaus ist seit April 2025 kostenpflichtig. Die Parkgebühr gehört damit in die Tagesplanung, und an vollen Tagen ist der Parkraum oben ohnehin knapp.
Ein kulturhistorisches Schwergewicht ist die Saalburg bei Bad Homburg. Das rekonstruierte Römerkastell liegt am Obergermanisch-Raetischen Limes und ist seit 2005 gemeinsam mit dem Limes UNESCO-Welterbe. Die Saalburg gilt als das am besten erforschte und am vollständigsten wiederaufgebaute Kastell des Limes; der Wiederaufbau erfolgte um 1900 auf Initiative Kaiser Wilhelms II. Heute ist die Anlage Teil des Archäologischen Landesmuseums Hessen mit Museum, archäologischem Park und Forschungseinrichtung. Die Öffnungszeiten liegen von März bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, von November bis Februar von 10 bis 16 Uhr; montags bleibt das Museum geschlossen, letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schluss. Für Motorradfahrer liegt die Saalburg verkehrsgünstig oberhalb von Bad Homburg an der Limes-Route — ein lohnender Stopp, der sich gut mit einer Hochtaunus-Runde verbinden lässt.
Wer mittelalterliche Geschichte mag, findet im Taunus gleich mehrere Burgen. Die Burg Eppstein steht auf einem steilen Felsrücken über dem Tal des Schwarzbachs, eines Main-Zuflusses. Sie war Stammsitz der mächtigen Herren von Eppstein und über Jahrhunderte ein zentraler Macht- und Verwaltungspunkt im Rhein-Main-Gebiet. Bauuntersuchungen bestätigen eine Gründung im 10. Jahrhundert, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1122. Im ehemaligen Mainzer Palas ist heute das Stadt- und Burgmuseum untergebracht, das die rund tausendjährige Geschichte der Anlage zeigt. Die Burg dient zugleich als Aussichtspunkt über die Stadt Eppstein.
In Kronberg lohnt die Burg Kronberg: Der älteste Teil mit dem Bergfried stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Nach dem Aussterben der Familie von Kronberg 1704 fiel die Burg an Kurmainz; 1892 schenkte Kaiser Wilhelm II. sie seiner Mutter, der Kaiserin Friedrich, die im nahen Schloss Friedrichshof in Kronberg lebte. Vom Burggarten aus liegt die Stadt unter einem, dahinter die Mainebene.
In Bad Homburg dominiert das Landgrafenschloss mit seinem Weißen Turm, dem runden Bergfried der einstigen Burg. Anfang des 16. Jahrhunderts kam die Anlage in den Besitz der Landgrafen von Hessen, die das heute erhaltene Schloss im 17. Jahrhundert errichteten. Zum Stadtbild gehört der weitläufige Kurpark mit dem monumentalen Kaiser-Wilhelms-Bad — ein angenehmer Ort für eine Pause, gut erreichbar und mit ausreichend Stellplätzen in der Umgebung.
Etwas abseits der Höhenstraßen, aber als Ausflugsziel sehr lohnend, liegt der Hessenpark bei Neu-Anspach. Das Freilichtmuseum versammelt über hundert historische Gebäude aus ganz Hessen, im Zentrum ein wiederaufgebauter historischer Marktplatz mit eindrucksvoller Sammlung von Fachwerkhäusern. Für Motorradfahrer passt der Hessenpark gut in eine Tour durch das Usinger Land, und Parkfläche gibt es dort reichlich. In den Ortskernen von Bad Homburg, Kronberg, Königstein und Eppstein ist der Parkraum dagegen knapp; die ausgewiesenen Parkplätze und Parkhäuser am Ortsrand sind die bequemere Wahl, von ihnen aus liegen Burgen und Museen wenige Gehminuten entfernt.