
Auf 3-Seentour durch Hessen
Die Ferienregion Edersee & der Nationalpark Kellerwald (UNESCO-Weltnaturerbe) bieteten abwechslungsreiche Motorradtouren durch das Mittelgebirge Hessens.
Taunus
Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.
Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Die Ferienregion Edersee & der Nationalpark Kellerwald (UNESCO-Weltnaturerbe) bieteten abwechslungsreiche Motorradtouren durch das Mittelgebirge Hessens.

Motorradtour durch den Westerwald: kurvenreiche Strecken, Rheinpanorama, Marksburg und Loreley. Eine der schönsten Motorradrouten zwischen Westerwald, Rhein und Taunus.

Diese hinreißende Rundtour mit reichlich Schräglagen hinterlässt auch in landschaftlicher Hinsicht großartige Eindrücke. Die Strecke führt durch die Täler und Seitentäler der Flüsse Rhein, Lahn und Mosel sowie durch das bekannte Gelbachtal…

Lörrach–Berlin, dass bedeutet Kurvenspaß in den Vogesen, im Pfälzer Wald, im Taunus und im Thüringer Wald.

Die M&R Model-Stammtisch-Tour 2011 führt aus dem Westen Deutschlands bis zur Quelle in den Schweizer Alpen und zurück - logisch, dass Marion, Monika und Anja über diese traumhafte Motorradreise viel zu berichten haben.

Diese außergewöhnlich schöne Runde startet in Nistertal, mitten im Westerwald gelegen. Von dort aus steuert man direkt in Richtung Taunus. Auf dem Weg dorthin passiert man auch Runkel an der Lahn mit seiner mittelalterlichen Kulisse.

Der Große Feldberg ist nicht nur das Ziel der Rhein-Main-Biker, sondern der meistbesuchte Ausflugsberg der Region überhaupt. An schönen Wochenenden strömen Wanderer, Rennradfahrer, Familien und Tagesgäste auf denselben Höhenzug, den auch die Motorradfahrer ansteuern — und alle teilen sich dieselben schmalen Zufahrten. Die Feldbergstraße endet oben am Plateau: Dort stehen der Aussichtsturm, das Feldberghaus mit Gastronomie und mehrere Kioske, dazu ein großer, kostenpflichtiger Parkplatz. Weil die Straße am Gipfel nicht weiterführt, sondern als Stichstraße am Parkplatz ausläuft, staut sich der Verkehr an vollen Tagen bis weit in die Kehren hinunter.
Für Motorradfahrer heißt das vor allem: Der fahrerische Reiz der Auffahrten — die engen Waldkurven von Königstein, vom Sandplacken oder aus Richtung Schmitten — verliert am Wochenende schnell seinen Wert, wenn man in einer Kolonne aus langsamen Pkw, bremsenden Ausflüglern und querenden Fußgängern feststeckt. Rennradfahrer nutzen dieselben Rampen bergauf und sind in den engen Radien nur schwer und spät zu überholen. Wer den Feldberg als Fahrerlebnis will und nicht als Parkplatzsuche, plant ihn bewusst außerhalb der Stoßzeiten ein.
Rund um den Taunus reiht sich eine Kette von Kurorten, die den Charakter der Region ebenso prägt wie der Bergwald: Bad Homburg mit Kurpark und Spielbank, Königstein als heilklimatischer Höhenort, Bad Soden am Südfuß, im Westen Bad Schwalbach und Schlangenbad, im Norden Bad Camberg. Historisch sind diese Bäder als touristische Bäderstraße miteinander verbunden — für Motorradfahrer ergibt das eine bequeme Achse aus gepflegten Orten mit dichter Infrastruktur, wo Tankstelle, Café und Parkplatz nie weit sind.

Wer die Kurorte als Etappenpunkte nimmt, fährt zwangsläufig über die Höhenstraßen des Hochtaunus, die den Kamm entlanglaufen. Die B456 zieht von Bad Homburg an der Saalburg vorbei nordwärts ins Usinger Land — eine zügige, gut ausgebaute Verbindung mit echtem Höhenanteil und Fernblick über die Wetterau. Andere Kammstraßen sind schmaler und kurviger, laufen über offene Höhen und tauchen dann wieder in geschlossenen Wald ab.
Der Reiz dieser Achse liegt im ruhigeren Rhythmus: Statt der Feldberg-Rampen mit ihrem Wochenendandrang bekommt man lange, gleichmäßige Höhenetappen, unterbrochen von Orten, die auf Gäste eingerichtet sind. Gerade an vollen Tagen ist die Bäder-und-Höhen-Runde die entspanntere Alternative zum Gipfelbetrieb — und sie lässt sich fast beliebig lang ziehen, weil ein Kurort auf den nächsten folgt.
Der Taunus ist kompakt, und sein größter Trumpf für längere Touren sind die Abstiege an seinen Rändern, über die man nahtlos ins nächste Revier wechselt. Nach Südwesten bricht der Kamm über Rüdesheim steil zum Rhein ab. Unten übernimmt die Rheinuferstraße B42, die rheinabwärts ins Mittelrheintal Richtung Loreley und Koblenz führt; per Autofähre — etwa bei Rüdesheim oder Lorch — setzt man ans linke Ufer über und hängt Hunsrück oder Nahetal an.
Nach Norden läuft der Taunus flacher zur Lahn aus. Über das Weiltal erreicht man Weilburg mit seinem Schifffahrtstunnel, über die Idsteiner Senke Limburg mit dem Dom. Jenseits der Lahn beginnt der Westerwald — ein zweites Mittelgebirge, das sich an einen Taunus-Tag mühelos anhängen lässt.
Für die Tourenplanung sind diese Abstiege der eigentliche Hebel: Wer nur die Taunushöhen fährt, ist an einem Vormittag durch. Wer die Kante zum Rheingau und die Lahn-Übergänge einplant, macht daraus eine große Runde über zwei oder drei Landschaften — Rebhänge über dem Strom, Flusstäler, Bergwald — ohne lange Verbindungsetappen auf der Autobahn.
Die Kernrunde des Taunus: von Bad Homburg oder Oberursel hinauf über den Sandplacken, auf den Großen Feldberg und über die Höhenstraßen Richtung Schmitten und zurück. Rund 70 bis 90 Kilometer, mit Pausen ein guter halber bis ganzer Tag. Highlight: Auffahrt und Plateau des Feldbergs mit Aussicht über das Rhein-Main-Gebiet. Einkehr: Fuchstanz oder die Kioske auf dem Feldberg. Hinweis: Parken am Feldberghaus ist kostenpflichtig, und an Sperr-Wochenenden sind die Höhenstraßen für Motorräder teils gesperrt.
Eine geschichtslastige Runde entlang des Limes mit der Saalburg als Mittelpunkt. Von Bad Homburg über die B456/Höhenstraßen Richtung Saalburg und weiter durch das Usinger Land, etwa 80 bis 100 Kilometer. Highlight: das rekonstruierte Römerkastell Saalburg, UNESCO-Welterbe, ideal als längerer Stopp. Einkehr: Gastronomie an der Saalburg oder in Bad Homburg. Diese Runde lässt sich gut mit einem Schlechtwetter-Tag kombinieren, weil das Saalburg-Museum überwiegend überdacht ist.
In den westlichen Taunus mit seiner hohen Kurvendichte: über Idstein ins Aartal und durch die schmalen Höhenstraßen Richtung Taunusstein. Rund 100 bis 130 Kilometer, anspruchsvoll wegen enger Kurven und teils mäßigem Fahrbahnzustand. Highlight: der Fachwerkort Idstein mit dem Hexenturm und die kurvigen Verbindungen über die Taunushöhen. Einkehr: Altstadt von Idstein. Diese Runde verlangt Können — der westliche Taunus gilt als das kurvenreichste Teilstück der Region.
Vom Taunus hinunter an den Rheingau und nach Wiesbaden. Über die Höhen des Westtaunus, durch das landschaftlich reizvolle Wispertal Richtung Lorch am Rhein und zurück über Wiesbaden. Rund 120 bis 150 Kilometer. Highlight: das Wispertal zwischen Bad Schwalbach und Lorch — fahrerisch wie optisch ein Höhepunkt, allerdings ist die Fahrbahn dort streckenweise in schlechtem Zustand, also vorausschauend fahren. Einkehr: Kurhaus-Umfeld in Wiesbaden oder die Weinorte des Rheingaus.
In den ruhigeren nördlichen Taunus: über Usingen zu den Eschbacher Klippen, weiter über den Donnerskopf und durch Grävenwiesbach entlang des Wiesbachs Richtung Lahn. Rund 90 bis 120 Kilometer, deutlich weniger überlaufen als der Hochtaunus. Highlight: die Quarzitfelsen der Eschbacher Klippen als kurzer Wanderabstecher und die offenen, wenig befahrenen Landstraßen des Hintertaunus. Einkehr: Usingen oder Grävenwiesbach. Eine gute Wahl für entspanntes Fahren abseits des Wochenend-Andrangs.
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