motorradtaunus.de
Start Reviere

Taunus

Die Motorrad-Reviere im Taunus

Jede Ecke fährt sich anders – hier steht, welche wie.

Der Taunus liegt als kompaktes Mittelgebirge direkt vor den Toren Frankfurts, gefaltet zwischen Rhein, Lahn und Main. Auf engem Raum stecken drei verschiedene Reviere: der bewaldete Höhenkamm um den Großen Feldberg mit seinen Serpentinen-Auffahrten, die 2.000 Jahre alte Römergrenze des Limes als roter Faden quer durch die Region und die stillen Kurventäler des Hintertaunus. Die Kehrseite der Stadtnähe: An sonnigen Wochenenden füllen sich Feldberg und Wispertal, unter der Woche fährt man dieselben Strecken fast allein. Was jede Ecke fahrerisch ausmacht, steht hier.

Hochtaunus und Großer Feldberg – das Dach mit dem Andrang

Motorrad in einer Kurve mit weitem Blick ins Tal
Kurvengarten mit Talblick

Der Große Feldberg ist mit rund 880 Metern die höchste Erhebung des Taunus und der Anziehungspunkt der Region. Die kurvenreichen Auffahrten kommen von Königstein über Falkenstein und von Oberreifenberg aus Richtung Schmitten; der Sattel am Sandplacken zwischen Bad Homburg und Feldberg ist ein klassischer Treffpunkt mit Ausflugslokal. Genau diese Beliebtheit ist der Haken: An schönen Tagen steht am Gipfel Maschine an Maschine, die Polizei kontrolliert Lautstärke und Tempo. Wer die Kehren genießen will, kommt früh oder wochentags. Nebenan liegen der Kleine Feldberg (rund 825 Meter) mit seinem Observatorium und der Altkönig (rund 798 Meter), auf dessen Kuppe einer der bedeutendsten keltischen Ringwälle Deutschlands erhalten ist. Am Fuß reihen sich die Burgstädte: die mächtige Festungsruine über Königstein, die gut erhaltene Burg Kronberg und das mondäne Kur- und Spielbankstädtchen Bad Homburg mit Schloss, Weißem Turm und Kurpark.

Limes und Saalburg – Fahren entlang der Römergrenze

Rekonstruierte Holzpalisade des Limes, davor ein Motorrad
An der rekonstruierten Limes-Palisade

Über den Taunuskamm zieht sich der Obergermanisch-Raetische Limes, die einstige Nordgrenze des Römischen Reichs und heute UNESCO-Welterbe. Sein bekanntestes Zeugnis ist die Saalburg bei Bad Homburg, das vollständig wiederaufgebaute Römerkastell, das als Freilichtmuseum die komplette Anlage samt Tor, Wall und Mannschaftsbauten zeigt. Weiter oben am Kleinen Feldberg liegen die Grundmauern des Feldbergkastells, östlich davon die Kapersburg – alle direkt am ausgeschilderten Limesverlauf. Für die Tourenplanung heißt das: Man hängt mehrere rekonstruierte Kastelle und Wachtturmreste an einer einzigen Höhenlinie auf und hat damit ein Etappenziel-Gerüst quer durch das Revier.

Wispertal und Wispertaunus – die stillste Kurvenstrecke

Das Wispertal zwischen Lorch am Rhein und Bad Schwalbach gilt vielen als schönste Kurvenstrecke des Taunus: eng, schattig, dem Flusslauf folgend, ohne den Feldberg-Rummel. Genau deshalb steht die Strecke wie viele Frankfurt-nahe Reviere im Fokus der Lärmdebatte – Tempolimits und wiederkehrende Diskussionen über Wochenend-Beschränkungen begleiten das Tal seit Jahren. Wer hier fährt, hält sich besser an die Beschilderung und dreht nicht am Gas, sonst schrumpft der Zugang für alle. Rund um Lorch, Ransel und Espenschied zieht sich der bewaldete Wispertaunus mit weiteren einsamen Nebenstrecken.

Weiltal, Aartal und Kellerskopf – der weite Hintertaunus

Hinter dem Kamm wird es ruhig und flüssig. Das Weiltal führt vom Feldberg über Weilrod und Weilmünster nach Norden zur Lahn bei Weilburg – lange, gut einsehbare Kurven durch Wald und Wiesengrund. Parallel dazu läuft das Aartal: Die Aar entspringt bei Taunusstein, fließt durch Bad Schwalbach und weiter über Hohenstein Richtung Lahn, begleitet von der Aartalbahn-Trasse. Am Südrand über Wiesbaden lohnt der Abstecher zum Kellerskopf mit seinem Aussichtsturm. Das ist der Taunus für Fahrer, die Strecke machen wollen statt Gipfel zu sammeln.

Idstein und Goldener Grund – Fachwerk und offenes Land

Idstein mit seiner Altstadt aus Fachwerk und dem Hexenturm ist der lohnendste Halt im Nordwesten des Reviers. Nordöstlich schließt der Goldene Grund um Bad Camberg an, ein fruchtbares Becken mit weiten, entspannten Landstraßen. Hier verliert der Taunus die Höhe und geht in sanfteres Land über – ideal als Verbindungsstück von den Waldhöhen hinunter zum Lahntal.

Rheingau und Rhein-Anschluss – Kurven über den Weinbergen

Nach Südwesten fällt der Taunus steil zum Rheingau ab, einer der berühmtesten Weinlagen Deutschlands. Über Lorch und Rüdesheim erreicht man das Rheintal und die Uferstraße B42; oberhalb von Rüdesheim thront das Niederwalddenkmal, hinüber ans linke Ufer setzen die Autofähren über. Der Reiz liegt im Kontrast auf wenigen Kilometern: oben Wald und Höhenstraße, in den Kehren der Blick über die Weinberge, unten der Strom.

Lahn-Anschluss und Nachbarreviere

Nach Norden begrenzt die Lahn den Taunus und öffnet zugleich den Weg ins nächste Revier: Jenseits des Flusses beginnt der Westerwald, den wir gesondert behandeln. Der Taunus liegt so zentral, dass sich an eine Tagesrunde mühelos ein weiteres Mittelgebirge anhängen lässt – wer mehr Kilometer sucht, findet den Anschluss über die Lahntäler nach Norden und Westen.

Passt auch dazu

Motorradtouren

Strecken-Achsen, Bikertreffs & Tankstellen

Ansehen

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur der Region

Ansehen

Anreise

Beste Reisezeit, Wetter & Anfahrt

Ansehen

In der Nähe

Benachbarte Motorradregionen – weitere Strecken-Guides aus dem Netzwerk:

Motorrad Westerwald Motorrad Rhön Motorrad Franken